Aufbruch zur Kontinuität - Kontinuität im Aufbruch.

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Horbrügger, Anja
Aufbruch zur Kontinuität - Kontinuität im Aufbruch.
Geschlechterkonstruktionen im west- und ostdeutschen Nachkriegsfilm von 1945 bis 1952.
256 S.
einige Abb.
ISBN: 978-3-89472-493-1

Preis: 24,90 €

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Geschlechterkonstruktionen im west- und ostdeutschen Nachkriegsfilm von 1945 bis 1952.

Die Studie untersucht Geschlechterverhältnisse im deutschen Nachkriegsfilm zwischen 1945 und 1952. Sie vergleicht den frühen westdeutschen mit dem DEFA-Film, um Aufschluss über das Verhältniss von Gender und politischer bzw. gesellschaftlicher Symbolik zu liefern. Trotz der vielbeschworenen "Stunde Null" dominierten schnell wieder die Kontinuitäten. Dass dennoch Spielräume blieben, belegen die vielschichtigen Geschlechterentwürfe im Nachkriegsfilm: Sie zeigen die kulturelle wie historische Wandelbarkeit der Definition von Geschlecht.
Figuren wie die des Heimkehrers, der Trümmerfrau und der femme fatale werden in Trümmerfilmen wie Straßenbekanntschaft (Pewas, 1948) und Hafenmelodie (Müller 1949), in melodramatischen und satirischen Filmen wie Schicksal aus Zweiter Hand (Staudte, 1949) und Der Apfel ist ab (Käutner, 1948) untersucht. Aber auch Filme nach 1949 – der filmwissenschaftlich lange Zeit anerkannten Zäsur – nimmt die vorliegende Untersuchung in den Blick, unter anderem die DEFA-Filme Roman einer jungen Ehe (Maetzig, 1952) und Frauenschicksale (Dudow, 1952) oder westdeutsche Filme Die Sünderin (Forst, 1951) und Der Verlorene (Lorre, 1951) – Filme, mit denen die Trümmerphase endgültig besiegelt schien. Erst dann waren in beiden deutschen Staaten Traumatisierungen im öffentlichen Diskurs weitestgehend kontrolliert, die Geschlechterverhältnisse ‚fest verfugt’.