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Bruch-Krumbein, Waltraud; Hochmuth, Elke
Cluster und Clusterpolitik
Begriffliche Grundlagen und empirische FAllbeisiele aus Ostdeutschland

330 S.
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Preis: 12,00 €

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Cluster und Clusterpolitik sind mittlerweile in aller Munde - ohne dass wirklich klar wäre, was genau darunter zu verstehen ist. Diesen Unklarheiten wollen die Autorinnen sowohl begrifflich als auch empirisch an drei Fallbeispielen in Ostdeutschland entgegenwirken. Mit dieser Arbeit liegt erstmals eine ausführliche Auseinandersetzung mit der einschlägigen Literatur zum Begriff Cluster und zu den verschiedenen clusterpolitischen Ansätzen vor.

Die kritische Bestandsaufnahme der Autorinnen ergibt, daß der Begriff Cluster bislang in höchst unterschiedlicher Weise gebraucht wird, nicht selten auch als Katego-rie, in der ökonomische und politische Entwicklungstrends aufs Engste miteinander verbunden sind. So wird beispielsweise - zumindest implizit - in ökonomistischer Manier nahegelegt, daß wirtschaftliche Verflechtungen zwangsläufig politische Ver-flechtungsprozesse nach sich ziehen. Neben diese und andere inhaltliche Kritikpunkte treten noch methodische Schwierigkeiten: die Operationalisierbarkeit der vorliegenden Begriffe für empirische Untersuchungen läßt stark zu wünschen übrig. Als Konsequenz daraus wird in der Arbeit ein Kategoriensystem dargelegt, das die Operationalisierung des Begriffs Cluster ermöglicht.
Der zweite Schwerpunkt der Arbeit zielt auf die Clusterpolitik als spezifische Form der Industriepolitik: die Spezifik zeigt sich zum einen in der Ausrichtung der Industriepolitik auf regionale ökonomische Besonderheiten und zum anderen in der Ausrichtung auf die Erfassung und Weiterentwicklung der jeweils vor Ort gegebenen Akteurskonfigurationen. Festzuhalten bleibt, daß es aufgrund der starken Ausdifferenzierung auch und gerade innerhalb der Regionen kein allgemein gültiges Rezept geben kann und daß nicht jede Region Ansatzpunkte für eine clusterpolitische Vorgehensweise bietet. Für die Regionen, die über entsprechende Potentiale verfügen, wird ein Verfahren vorgeschlagen, das das Eigengewicht politischer Prozesse gegenüber ökonomischen Prozessen ebenso betont wie die Eigendynamik in der Entwicklung von Kooperationen und Netzwerken im Verhältnis zu ihrer materiellen ökonomischen Basis.