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Christen, Matthias
Der Zirkusfilm
Exotismus – Konformität – Transgression 384 S.
Klapp., zahlr., tw. farbige Abb. (ZĂĽrcher Filmstudien 23) ISBN: 978-3-89472-523-5
Preis: 24,90 €
Noch nicht lieferbar. Erscheint im Sommer 2010.
Der Zirkusfilm ist ein ungewohnt zählebiges und wandlungsfähiges Genre. Zirkusfilme tauchen zu fast jeder Zeit und in nahezu allen Kinokulturen auf. Sie erscheinen als Melodramen, Komödien, Kriminal- oder Horrorfilme. Was macht den Zirkus zu einem derart effizienten und belastbaren Narrativ? Woher rührt die enorme Diversität, und was hält das Genre quer durch die Vielfalt der Erscheinungsformen zusammen?
Der Autor entwickelt, um diese Fragen zu klären, vorab eine Theorie des Zirkus, die diesen als komplexe Form der kulturellen Selbstverständigung begreift. Im Zirkus als exotischer Gegenwelt werden danach mittels ritualisierter Grenzüberschreitungen die Normen verhandelt, die für das jeweilige Umfeld konstitutiv sind. Der Zirkusfilm überführt diese eingeübten Praktiken der kulturellen Selbstverständigung in ein neues Medium und macht die geregelte Transgression zum Gegenstand von Erzählhandlungen. Anhand von gut hundert Beispielen werden im Spannungsfeld von Narratologie und Kulturtheorie die Figurenprofile, Genderstereotypen und Erzählmuster herausgearbeitet, über die der Zirkusfilm Transgressivität ausstellt und zugleich begrenzt. Neben einer Fülle von Material zu bekannten und weniger bekannten Zirkusfilmen bietet der Band eine umfassende Filmographie.
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