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Gusner, Iris; Sander, Helke
Fantasie und Arbeit
Biografische Zwiesprache

304 S.
ISBN: 978-3-89472-692-8

Preis: 19,90 €

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Dieses Ost-Westbuch hat uns gerade noch gefehlt.
Wenn Sie vielleicht schon genug ĂĽber die Unterschiede in beiden Teilen Deutschlands wissen und auch erfahren wollen, was denn die Gemeinsamkeiten waren, dann werden sie hier fĂĽndig.
Dieses Buch behandelt 60 Jahre persönlicher Geschichte in der politischen Geschichte. Es stellt darüber hinaus eine Reihe bemerkenswerter Zeitgenossinnen und Genossen vor, die in irgendeiner Weise eine bedeutende Rolle in den Biografien der beiden Autorinnen gespielt haben: den Neulehrer Kaiser, den finnischen Abgeordneten und Minister Olavi Lahtela, die Theologin Annemarie Rübens, Die Theaterregisseurin Joan Littlewood, den Regisseur Michail Iljitsch Romm, den Schriftsteller Peter Weiss, die Mutter Lydia und viele andere.
Verblüffend ist nach dem Lesen die Erkenntnis, dass beide Länder eine seit der griechischen Antike tief verinnerlichte Ideologie von der Überlegenheit des Mannes einte – was die Frauen auf relativ ähnliche Weise in beiden Teilen auszubaden hatten.

Die Autorinnen
Iris Gusner studierte von 1960 bis 1967 an der Filmhochschule Moskau /WGIK/ Regie und bekam ihre beiden Töchter während des Studiums. Sie arbeitete im DEFA-Spielfilmstudio als Regisseurin - eine von wenigen Frauen - und verließ im Sommer 1989 die DDR .
Filme u.a. “Alle meine Mädchen”, “Wäre die Erde nicht rund”, “Kaskade rückwärts”, “ich liebe dich – April! April!“
Helke Sander wurde in Berlin geboren. Nach der Schauspielschule 1959 Heirat und Kind in Finnland, ab 1962 erste Theaterregiearbeiten, Happenings, reisende Regisseurin an finnischen Arbeitertheatern, Inszenierungen in Helsinki fĂĽr Theater und Fernsehen. RĂĽckkehr in die BRD, Studium an der deutschen Film-und Fernsehakademie in Berlin, MitbegrĂĽnderin des Aktionsrats zur Befreiung der Frauen 1968. Filme u.a.
„Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – Redupers“ ,, Der subjektive Faktor“, „Der Beginn aller Schrecken ist Liebe“, „BeFreier und Befreite“.
Bücher u.a. „Die Geschichten der drei Damen K.“ , „Oh Lucy“.

So urteilt die Presse
Veröffentlichungen im Jahre 20 nach dem Mauerfall! Endlich geht es einmal um Verbindendes, nicht um Trennendes. (...) In diesem Buch wird ein Stück deutsche Geschichte lebendig, auch für die nach der Wende Geborenen."
Neue Rheinische Zeitung

"... ein ganz besonderes Buch, weil es deutsche Filmgeschichte in der konkretesten und differenziertesten Form darstellt, als Lebensbericht zweier Künstlerinnen, die viel erreicht haben und zu wenig gewürdigt wurden." Hans Helmut Prinzler´

„Ich bin froh, dass es dieses Buch gibt!“
Ursula Schröter, Argument

„eine Chronik [zweier] Lebensläufe, in jeweils sehr persönlicher Sprache formuliert und wie im Dialog aufeinander bezogen. Das Buch (…) führt anhand persönlicher Erlebnisse und äußerst anschaulicher Schilderungen der Zeitumstände in das geteilte Deutschland zurück. Man erfährt nicht nur Interessantes über die unterschiedlichen Bedingungen künstlerischer Arbeit der Frauen in der DDR und der BRD, auch das heute gern propagierte Klischee der perfekten ‚Ost-Frau’ bekommt einige Kratzer.“
Claudia Lenssen, DeutschlandRadio

„… ein zeitgeschichtliches Dokument, eine Schatzkiste von Geschichten, ein Ost-West-Buch ganz anderer Art.“
EKZ