Cosmopolitan Cinema
Matthias Christen (Hg.), Kathrin Rothemund (Hg.)

Marburger Schriften zur Medienforschung [61]

352 Seiten, 15 x 21 mm, zahlreiche Abbildungen, zahlr. Abb.
ersch. April 2018
34,– €
ISBN 978-3-89472-995-0
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Cosmopolitan Cinema

Kunst und Politik in der zweiten Moderne

Der Kosmopolit, der sich in einer globalisierten Welt zwischen Nationen, Märkten und Identitäten wie selbstverständlich bewegt, avancierte in den letzten Jahren zu einer Schlüsseltrope zeitgenössischer Identitätsbildung und Selbstverständigung, wovon in jüngster Zeit unter anderem die Publikation zweier umfangreicher Sammelbände zeugen. Der Kosmopolitismus dient in diesem Zusammenhang als Inbegriff einer neuen Haltung zu internationalen Verflechtungen sowie Geld- und Menschenströmen zwischen Kontinenten und Nationen. Die Idee einer Weltgesellschaft wird - dies die zentrale These dieses Bandes - in den audiovisuellen Medien aufgegriffen und ausgeformt, indem Welt- und Gesellschaftsmodelle entworfen werden. Das Medium Film wird auf diese Weise im globalen Netz von Bewegungs- und Entwicklungsströmen einer Zweiten Moderne zu einem kosmopolitischen Akteur.

Inhalt

Inhalt

Matthias Christen/Kathrin Rothemund: Einleitung: Kosmopolitismus und Kino - eine Einführung
Susanne Lachenicht: Kosmopolitismus in historischer Perspektive
Magdalena Nowicka: Kosmopolitische Übergänge
Matthias Christen: Räume, Imaginationen, Modellgesellschaften
Oliver Fahle: Kosmopolitische Filmästhetik. Mediale und epistemische Moderne
Kathrin Rothemund: Flüssige Moderne. Audiovisuelle Bewegungsfiguren des Kosmopolitismus
Natalie Boehler: Das Kosmopolitische als Paradox: Filmische Grenzauflösungen
Ute Fendler: Afrikanisches Kino. Grenzen(loses) Kino einer Trans-Mediascape
Ivo Ritzer: Cosmopolitan Zulu: Zur medienkulturellen Logik von transnationaler Ad­aption und generischer Migration
Henriette Gunkel: Fiktionalisierung der Geschichte in der Zukunft. Eine afrikanistische chronopolitische Intervention
Alena Strohmaier: Cloud and crowd: Animation in Filmen der iranischen Diaspora
Christoph Büttner: „Das gute Leben“ - Zu Räumen und Imaginationen prämoderner Zukunftsentwürfe im deutschen Gegenwartskino
Daniela Berghahn: Das Mainstreaming diasporischen europäischen Kinos. Aus der ethnischen Nische zum populären Genre
Jacques de Villier: Image Making in (un)heimlichen Zeiten: Zeitlichkeit, Ort und transnationale Multiplizität in Pedro Costas Colossal Youth
Janine Wahrendorf: Kosmopolitische Terrotopien
Skadi Loist: Filmfestivals als Institutionen einen kosmopolitischen Filmkultur
Jochen Koubek & Stefan Werning: Computerspiele als kosmopolitisches Medium
Susanne Eichner: Transnationale Publika: Zur Rezeption dänischer Fernsehserien
Rania Gaafar: Material Specters - Kosmopolitiken medialer Erfahrung im postkinematographischen Filmbild
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