Twist Endings
Willem Strank

Marburger Schriften zur Medienforschung [54]

300 Seiten, 145 x 208 mm, zahlreiche Abbildungen
Juli 2014
Buch 29,90 € / E-Book 22,99 €
Printausgabe vergriffen
ISBN 978-3-89472-891-5

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Twist Endings

Umdeutende Film-Enden

Ein kleiner Kniff und alles ist anders – auch wenn das Twist Ending zumeist mit dem Riesenerfolg THE SIXTH SENSE (1999) in Verbindung gebracht wird, ist es fast so alt wie die Filmgeschichte selbst.


Der Band Twist Endings. Umdeutende Film-Enden geht den Ursprüngen des Phänomens auf den Grund und beschreibt seine Entwicklung und Funktionsweise anhand zahlreicher Beispiele. Der Kunstgriff erfreut sich größerer Popularität denn je und wird mittlerweile häufig zum jüngeren Trend der sogenannten Mindgame-Filme gerechnet, die den Zuschauer durch immer neue Täuschungen zum Ratespiel herausfordern. Auch deshalb bilden zeitgenössische Filme wie SHUTTER ISLAND (2010) und THE UNINVITED (2009) einen Schwerpunkt der Untersuchung. Doch auch Klassiker wie DAS CABINET DES DR. CALIGARI (1920) und PLANET DER AFFEN (1968) bleiben nicht unerwähnt.

In einer theoretischen Auseinandersetzung wird beleuchtet, dass es sich beim Twist Ending gleichermaßen um einen dramaturgischen Handgriff wie um eine erzählerische Variante des überraschenden Endes allgemein handelt. Ausdrücke wie Plot Twist stehen ebenso im Fokus der Untersuchung wie psychologische Schlagwörter, beispielsweise der Primacy-Recency Effect. Ein filmgeschichtlicher Rückblick thematisiert das Auftreten des Twist Endings von seinen Anfängen um 1900 bis heute – Beispielanalysen zeichnen die Veränderungen nach, denen die Finalisierungsform bis heute unterworfen ist.

In einer Typologie wird im Anschluss die basale Struktur des Twist Endings herausgearbeitet und auf vier Varianten zurückgeführt: den ‹Wake-up Twist› und den ‹Set-up Twist›, die konventionelle Formen des Twist Endings darstellen, sowie den ‹perzeptionellen Twist› und den ‹narrativen Twist›, die in den vergangenen Jahrzehnten prominenter wurden und die Filmforschung insbesondere unter den Schlagwörtern «unzuverlässiges Erzählen» und «mindgame movies» beschäftigt haben.

TESTIMONIALS

«Man spürt beim Lesen [Stranks] Fähigkeit, konkret zu erzählen, Bilder zu beschreiben, Handlungen zu komprimieren und an Protagonisten fest zu machen. Das gelingt ihm sogar am theoretisierinden Schluss (...).» ~Hans Helmut Prinzler (hhprinzler.de)

«Dieses Buch bringt in allen Details Erleuchtung, was Geschichte, Technik und Wirkung der umdeutenden Filmenden anbelangt.» ~Trendjournal

«Ein gelungenes Buch voller Spoiler (...).» ~ray

 

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