Zwischen Propaganda und Unterhaltung.
Adrian Gerber

Zürcher Filmstudien [37]

624 Seiten, viele tw. farb. Abb.
Juni 2017
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ISBN 978-3-89472-837-3
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Zwischen Propaganda und Unterhaltung.

Das Kino in der Schweiz zur Zeit des Ersten Weltkriegs

In den 1910er-Jahren entstand das moderne Kino als populäre Unterhaltungsform. Während des Ersten Weltkriegs begannen die Krieg führenden Staaten, das neuartige Medium systematisch für Propagandazwecke zu nutzen. Als Bestandteil eines massenmedialen Ensembles sollten Filme auf die öffentliche Meinung einwirken. Geografisch inmitten des Kriegsgeschehens gelegen, spielte die Informationsdrehscheibe Schweiz im weltweiten Propagandakrieg eine prominente Rolle. So betrieb etwa das deutsche Auswärtige Amt über Tarnfirmen mehrere Kinos in der Schweiz. Die Filme, mit denen sowohl die Mittelmächte als auch die Alliierten den schweizerischen Filmmarkt überschwemmten, hatten gegensätzliche Auswirkungen: Einerseits verschärften die sie begleitenden öffentlichen Debatten die Spannungen im Land; andererseits führte der Abwehrreflex gegen ausländische Beeinflussung zum Wunsch nach einem eigenen nationalen Filmschaffen.
Die Studie beschreibt die Anfänge der modernen Filmkultur in der Schweiz und gibt einen Überblick über die Etablierung von Filmmarkt und Kinoöffentlichkeit; insbesondere rekonstruiert sie die Rezeption der international zirkulierenden Propagandafilme zwischen 1914 und 1918. Damit beleuchtet der Autor die bisher nur in Grundzügen bekannte frühe Schweizer Film- und Kinogeschichte im Spannungsfeld von Unterhaltung und gezielter politischer Einflussnahme.

TESTIMONIALS

«Die Analysen wirken sehr präzise, das Buch insgesamt ist hervorragend recherchiert und hat auch als Beitrag zur Kriegsgeschichte Bestand.»

Kurzrezension von Hans Helmut Prinzler, auf: hhprinzler.de (Berlin), 18. November 2017

«Gerber bereichert mit seiner Untersuchung die historische Erforschung der Filmpropaganda im Ersten Weltkrieg, die bislang meist aus der Perspektive der Produktionen behandelt wurde, indem er den Fokus auf die Rezeptionsgeschichte in einem neutralen Land verschiebt.»

Kurzrezension von Lydia Jakobs, In: KINtop – Newsletter (Trier),48 (2017), S. 10

«Gerber’s study helps us to see how cinema, public communication, and the war went through a moment of intense intersection […] [and] is devoted to illuminating the nuances between propaganda and entertainment […].»

Bericht zur Buchvernissage von Giuseppe Di Salvatore, Auf: Filmexplorer (Basel), 26. Dezember 2017

«Adrian Gerbers Buch […] hat nicht nur das Zeug, ein Standardwerk zu werden, sondern bereitet zudem dank der sorgfältigen Gestaltung mit vielfach farbig und qualitativ hochwertig gedruckten Bildern auch Vergnügen.»

Rezension von Jessica Berry, Auf: H-Soz-Kult (Berlin), 3. April 2018

«Das Fazit kann denn nicht anders lauten: Mit der Dissertation von Adrian Gerber liegt eine sehr gründliche, quellenbasierte Untersuchung über den Propagandakrieg in Schweizer Kinos vor, von der jede weitere Diskussion auszugehen hat.»

Rezension von Alfred Messerli, In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde (Basel),114/1 (2018), S. 109–111

«L’enquête est impressionnante par son ampleur; elle l’est tout autant par la finesse et l’intelligence du propos dont la portée heuristique et l’apport historiographique dépassent de très loin le seul cadre helvétique.»

Rezension von François Vallotton, In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte SZG (Basel), 68/1 (2018), S. 195–198

«Adrian Gerber ist eine überaus intensive, vorbildlich dokumentierte Studie gelungen, die die Entwicklung des schweizerischen Filmgeschäfts und die Aktivitäten der kriegführenden Nationen während des Ersten Weltkriegs in der neutralen Schweiz umfassend nachzeichnet.»

Rezension von Uli Jung, In: Filmblatt (Berlin), 64/65 (2018), S. 146–149

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