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Brunner, Philpp
Konventionen eines Sternmoments.
Die Liebeserklärung im Spielfilm 240 S.
Klapp., viele Abb. ISBN: 978-3-89472-519-8
Preis: 24,90 €
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Im Alltag kommen Liebeserklärungen vergleichsweise selten vor, im Kino dagegen in scheinbar unzähligen Variaten. Doch wie sind sie tatsächlich inszeniert? Wie setzt das Kino eine Kernsituation um, die weitaus älter ist als das Medium Film? Welche Bilder – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – gehen daraus hervor? Welchen Vorstellungen sind sie verpflichtet? Und wie prägen sie ihrerseits unser amouröses Wollen, Sollen und Dürfen?
Diesen und weiteren Fragen geht der Autor in fünf Kapiteln nach, in denen er die sprachlichen, szenischen, emotionalen, dramaturgischen und sozialen Konventionen der filmischen Liebeserklärung freilegt. Er zeigt, warum die Liebeserklärung ein verbaler Hochseilakt ist, an welchen Schauplätzen sie bevorzugt geschieht und welchen Stellenwert dabei die Gesichter der Liebenden haben. Er beleuchtet ihr komplexes Gefühlsangebot und ihr dramaturgisches Potenzial. Und er beschreibt, weshalb sich schwule und lesbische Figuren so überhaus selten die Liebe erklären.
Konventionen eines Sternmoments macht die filmische Liebeserklärung als Stereotyp begreiflich, bei dem es längst nicht immer um das Deklarieren eines Gefühls, aber stets um die kinematografische Anverwandlung eines Liebesdiskurses geht, dessen Hauptmerkmale aus dem Bürgertum des 19. Jahrhunderts stammen und vom Kino aufgenommen, bestätigt und erweitert wurden.
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