«They Only See What They Want to See»
Bernd Leiendecker

Marburger Schriften zur Medienforschung

240 Seiten, 148 x 210 mm
Februar 2015
29,90 €
sofort lieferbar
ISBN 978-3-89472-908-0
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«They Only See What They Want to See»

Geschichte des unzuverlässigen Erzählens im Film

Durch Filme wie FIGHT CLUB oder THE SIXTH SENSE ist unzuverlässiges Erzählen zur Jahrtausendwende in der Filmwissenschaft ebenso in den Blickpunkt gerückt wie beim Publikum. In diesem Zusammenhang bleibt jedoch häufig verborgen, dass unzuverlässiges Erzählen im Spielfilm fast so alt ist wie das Kino selbst. Geschichte des unzuverlässigen Erzählens im Spielfilm liefert eine filmhistorische Untersuchung des Phänomens erzählerischer Unzuverlässigkeit anhand von mehr als 200 relevanten Filmen aus der Zeit zwischen 1895 und 2000. Diese Untersuchung zeigt auf, dass unzuverlässiges Erzählen auf einer geringen Zahl von Erzählmustern basiert, welche im Laufe der Zeit Veränderungen unterworfen sind. Ein zweiter Analyseschritt weist nach, dass Form und Häufigkeit von unzuverlässigem Erzählen sowohl durch Innovationen in der filmischen Aufführungs- und Auswertungspraxis als auch durch gesamtgesellschaftliche Faktoren beeinflusst werden. Im Anhang erfolgt eine systematisierte Auflistung relevanter Filmbeispiele mit Verweisen auf ihre Behandlung in der weiteren Forschungsliteratur.

TESTIMONIALS

«(...) liefert eine filmhistorische Untersuchung des Phänomens erzählerischer Unzuverlässigkeit anhand von mehr als 200 relevanten Filmen aus der Zeit zwischen 1895 und 2000. Darunter sind sowohl bekannte Blockbuster als auch kleine Filmperlen zu finden, die für Diskussionsstoff sorgten.» ~Bieler Tagblatt

«Im Alltag wird die Praxis des unzuverlässigen Erzählens vor allem von einigen schwarzen Schafen unter den sonst so ehrenwerten Handwerkern ausgeübt. Aber auch im Kino ist diese Technik von großer Bedeutung. Die wahre Feststellung „Sie sehen nur, was sie sehen möchten", die sich hier auf den Film „The Sixth Sense" bezieht, ist in der Realität noch weiter verbreitet, so etwa in der Welt der großen Politik. In diesem tollen Buch geht es natürlich um das Kino, das seine Zuschauer gern auf falsche Fährten führt, um sie mit einem Knalleffekt zu überraschen und zum Staunen zu bringen. Dafür gibt es ganz verschiedene Ansätze, die hier am Beispiel diverser Filmklassiker erläutert werden – fachlich versiert, aber auch allgemein verständlich. Trauen Sie keinem Filmemacher. Und keinem Handwerker.» André Wesche, Trend-Journal

«Eine interessante filmhistorische Untersuchung.» ~Hans-Helmut Prinzler

Leseproben & Dokumente

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