Mondbeglänzte Zaubernächte Das Kino von Tim Burton
Christian Heger
448 Seiten, 400 Abb., 150 x 220 mm, 2. erweiterte Auflage
ersch. Februar 2020
34,– €
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ISBN 978-3-7410-0360-8
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Mondbeglänzte Zaubernächte Das Kino von Tim Burton

 

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Er ist der große Märchenerzähler von Hollywood: Seit dreißig Jahren dreht Tim Burton, der Mann mit der zerzausten Lockenfrisur, den schwarzen Künstler-Outfits und der blauen Sonnenbrille, Filme, die zum Träumen einladen. In seinem schillernden Kino-Kosmos, der sich zwischen gruselig flackernden Halloween-Kürbissen und den verschneiten Lichterketten der Vorweihnachtszeit entfaltet, wandeln die absonderlichsten Geschöpfe umher: eine schüchterne Kreatur mit Scherenhänden, ein Fledermaus-Mann und eine Katzenfrau, Marsmenschen, Untote und ein bizarrer Chocolatier. Fast allesamt sind sie kreative Sonderlinge – Freaks, für die ihre Andersartigkeit Fluch und Segen zugleich bedeutet. Ihr auffälliges Schwanken zwischen selbstgewählter Abgrenzung und dem Verlangen nach Wärme, Zuneigung und Liebe kommt nicht von ungefähr. Tim Burton weiß, wovon er spricht: Sein Werk ist durchzogen von verschlüsselten autobiographischen Erfahrungen.. Aufgewachsen in einem sterilen Spießeridyll vor den Toren Hollywoods, floh er vor dem allgegenwärtigen Konformitätsdruck schon früh in ein phantastisches Paralleluniversum. Als Kind malte der spätere Blockbuster-Regisseur Monstergeschöpfe, schaute sich im Fernsehen stundenlang Gruselfilme an und sponn sich absonderliche Geschichten über den örtlichen Friedhofsgärtner zusammen. Nach dem Schulabschluss heuerte er bei der Walt Disney Company als Trickzeichner an, verfiel dort über dem Zeichnen niedlicher Tiergeschöpfe in Depressionen und ergatterte schließlich nur mit viel Glück und Beharrlichkeit den langersehnten Platz auf dem Regiestuhl. Die abschätzigen Unkenrufe, die seine eigenwilligen Filme zu Beginn noch als „weird" (verrückt) bezeichneten, sind inzwischen längst verstummt. Spätestens seit dem kommerziellen Erfolg seiner phantastischen Charakterstudien Batman (1989) und Edward mit den Scherenhänden (1990) gilt Tim Burton als einer der wenigen wahren Künstler in Hollywood, als Filmemacher, der den ständigen Drahtseilakt zwischen Massen-Appeal und persönlichem Stilwillen virtuos zu meistern versteht: Sein Werk verdichtet sich zu poetischen Blockbustern mit unverwechselbarem Charme, mythischem Zauberkino, das der Realität den Spiegel vorhält – melancholisch, komisch und von atemberaubender Schönheit.
Das Buch richtet nicht nur an Film-, Kunst- und Kulturwissenschaftler, sondern vor allem an die große Burton-Fangemeinde.

Für die Neuauflage wurde der Band durchgesehen und erweitert.

TESTIMONIALS

„wissenschaftlich fundierte Einordnung von Burtons Werk in die moderne Film- und Medienwissenschaft. Es ist ein Hit für alle Fans des Regie-Meisters, Kinofreunde und diejenigen, die sich für mehr als nur das flimmernde Etwas auf der Leinwand interessieren. (...) Dem Schüren Verlag ist mit dieser Publikation ein großer Wurf gelungen, jedem Burton-Fan, aber auch generell Kinointeressierten, kann diese Monografie mit Nachdruck ans Herz gelegt werden." ruhr-guide.de

"Heger hat sich tief hineingearbeitet in den Burton-Kosmos, dessen Topografie – mit Hilfe üppiger Illustrationen – detailliert beschreibt. Zugleich ist das Buch eine Liebeserklärung eines Fans an Tim Burtons Werk: Die eingehende und gründliche Beschäftigung spricht für sich." epd Film

"Hegers Buch ist – im besten Sinne – eine akribische Fleißarbeit, die alle Burton-Fans ohne weiteres viel Freude bereiten wird. (...) guter Spagat zwischen Fanbuch und seriöser Filmpublizistik". Splatting Image

 

 

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