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Herausgegeben von Marcus Stiglegger / Mit einem Vorwort von Dominique Lanzmann, Volker Schlöndorff 208 Seiten, 150 x 220 mm, zahlreiche tw. farb. Abb. Jetzt vorbestellen
ersch. September 2026 28,– € Vorbestellung möglichISBN 978-3-7410-0560-2 |
Holofiction.
Die Ikonografie des Holocaust im Spielfilm
Der Essayfilm „Holofiction“ von Michal Kosakowski untersucht die Macht der Bilder, wo Worte oft versagen, und widmet sich der filmischen Darstellung des Holocaust als einem der sensibelsten Themen der Moderne. Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger und Regisseur Michal Kosakowski verfolgen die Entstehung einer eigenen Bildsprache, die sich spätestens seit den 1970er Jahren im medialen Kontext herausgebildet hat, und gehen der Frage nach, wie das Unvorstellbare sichtbar gemacht wurde – und zu welchem Preis. Das Buch analysiert eindringlich die Entwicklung einer Ikonographie zwischen Dokumentation und Fiktion und stellt dabei die zentrale Frage nach der Darstellbarkeit des Holocaust im Film in den Mittelpunkt. Von frühen filmischen Annäherungen bis hin zu einflussreichen Kinoproduktionen spannt sich ein weiter historischer Bogen, innerhalb dessen sowohl ästhetische Strategien als auch ethische Konflikte beleuchtet werden. Die Autoren zeigen in einer eingehenden Diskussion, wie sich wiederkehrende Bilder und Narrative verfestigt haben. Grundlage bildet eine umfassende Recherche aus tausenden Filmen und Serien, aus der ein einzigartiges Archiv prägender Szenen und Motive hervorgeht. Als Ergänzung zu Kosakowskis Filmprojekt „Holofiction“ eröffnet das vorliegende Buch im Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis eine neue Perspektive auf die visuelle Erinnerungskultur. Während Stiglegger den theoretischen Rahmen liefert, bringt Kosakowski die künstlerische und analytische Praxis ein, sodass gemeinsam verborgene Strukturen filmischer Erinnerung sichtbar werden. „Holofiction“ als Buch und Film ist damit ein herausforderndes Werk über Bilder, Geschichte und ihre Wirkung – und zugleich ein notwendiger Beitrag zur Debatte über Kunst, Erinnerung und Verantwortung. Mit Beiträgen von Filmregisseur Volker Schlöndorff (DER NEUNTE TAG) und Dominique Lanzmann, Witwe von Claude Lanzmann (SHOAH).

