Gewalt im Bild
Heinz-Peter Preußer (Hg.)

Schriftenreihe zur Textualität des Films [10]

428 Seiten, zahlr. Abb.
Februar 2018
48,– €
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ISBN 978-3-89472-849-6
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Gewalt im Bild

Ein interdisziplinärer Diskurs

Darstellungen von Gewalt haben nie eindeutige Wirkungen. Alle gesellschaftlichen Debatten insbesondere nach Amokläufen sind aber immer wieder von Automatismen geprägt – und folgen überwiegend der Suggestionsthese, der gemäß die in Bild-Medien gezeigte Gewalt schlicht nachgeahmt, wiederholt werde.
Trotzdem wird man sich der These einer generellen Wirkungslosigkeit affektiv dargestellter Gewalt auch kaum anschließen können. Das trifft, wenn überhaupt, nur auf sozial integrierte Menschen zu, die das Gesehene emotional verarbeiten, starke Gefühlsaufwallungen intelligibel auffangen können – und damit eine Reinigung von den erlebten Affekten bewirken im Sinne einer Katharsis-Theorie.
In dem interdisziplinär ausgerichteten Band zu Bewegtbild (Film, Computerspiel) und statischem Bild (Foto, Malerei, Druckgrafik) geht es darum, die Kontexte und dispositiven Rahmen zu klären, in denen Gewalt im Bild dargeboten wird. Was ist textuell angelegt und zu dechiffrieren für den Betrachter? Welche Selbstreferenzialisierungs- und Emotionalisierungsstrategien werden wirksam? Was ändert die Häufigkeit des Medienkonsums, was propagandistische Absicht? Wird differenziert nach Arten der dargestellten Gewalt: ob sie etwa vorsätzlich verübt wurde – und die Rezipienten dann mit Trauer, Wut, Ekel, Verachtung oder Angst reagieren konnten?

Beiträge von Carolin Behrmann, Benjamin Beil, Markus Engelns, Johannes Grave, Rasmus Greiner, Susanne Kaul, Angela Koch, Michael Kunczik, Benjamin Moldenhauer, Horst M. Müller, Jean-Pierre Palmier, Heinz-Peter Preußer, Tilmann Sutter, Jonas Thode, Hedwig Wagner und Reinhold Zwick.

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