Arbeit und Industrie in Kassel
Michael Lacher
480 Seiten, Paperback, ca. 30
September 2018
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ISBN 978-3-7410-0260-1
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Arbeit und Industrie in Kassel

Zur Industrie- und Sozialgeschichte von 1914 bis heute

Kassel hat eine große industrielle Tradition. Vor allem die Metallindustrie mit der Firma Henschel an der Spitze war weit über die Landesgrenzen hin bekannt. Umso erstaunlicher ist es, dass es bis heute keine zusammenhängende Darstellung der industriellen Entwicklung Kassels im 20. und 21. Jahrhundert gibt.
Mit dem vorliegenden Band soll diese Lücke ansatzweise geschlossen werden, einige Aspekte der sozialen Verhältnisse beschrieben sowie ihre Folgen für die Gewerkschaftsbewegung nachgezeichnet werden. Im Mittelpunkt der vor-liegenden Studie steht die Beschreibung der verschiedenen Stadien der Industrieentwicklung und ihrer betrieblichen Ausprägungen vom Ersten Weltkrieg, über „Weimar“, die Nazizeit, den Zweiten Weltkrieg und Nachkriegsepoche bis zu der Modernisierung der heutigen industriellen Verhältnisse. In der Untersuchung werden darüber hinaus die wesentlichen Bestimmungsfaktoren bei der Herausbildung und dem partiellen Niedergang der die Stadt prägenden Industriebranchen berücksichtigt. So wird einge-gangen auf die große Bedeutung der Metallindustrie, vor allem der Rüstungs-industrie vor und während des Zweiten Weltkriegs, den Aufstieg und Fall der Textilindustrie sowie die Neukonstituierung neuer Industriebranchen wie der Solarindustrie und ihre Verflechtungen mit der Weltwirtschaft. Dabei werden ausgewählte Aspekte der sozialen Verhältnisse wie die Armutsverhältnisse im Ersten Weltkrieg, die Bevölkerungs- und Arbeitsmarktentwicklung und ihre Wechselwirkung mit den wirtschaftlichen Verhältnissen herausgestellt. Schließlich werden die Dynamisierung der jüngsten Stadtentwicklung und ihre sozialen Risiken beschrieben.

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