Totgesagte leben länger. SPD in der Existenzkrise
Hochschulinitiative Demokratischer Sozialismus (Hg.)

Perspektiven ds [1/2018]

228 Seiten
Juli 2018
9,90 €
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ISBN 978-3-7410-0230-4
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Totgesagte leben länger. SPD in der Existenzkrise

Perspektiven ds [1/2018]

Ist es wirklich keine Krise mehr, sondern schon eine Existenzkrise, in der sich die SPD zur Zeit befindet? Für manche ist es keineswegs mehr sicher, dass die deutsche Sozialdemokratie eine wichtige politische Kraft bleibt. Mittlerweile steht so ziemlich alles auf dem Spiel, auch eine großartige, über 150jährige Geschichte schützt nicht vor historischem Untergang.
Ausgehend davon, dass kein Weg an der Kapitalismuskritik von Karl Marx (jedenfalls solange, wie auch immer gewandelt, Kapitalismus existiert) vorbeiführt, enthalten diese perspektivends vor allem - zugegebenermaßen manchmal frech zugespitzte - Krisenanalysen der SPD und Vorschläge zu grundlegenden Erneuerungsperspektiven für die Sozialdemokratie. Ungeduld ist dabei eine Tugend gerade der Jüngeren, dennoch wird das Comeback der SPD mit neuer solidarischen Profilierung sicher seine Zeit brauchen (und wer dies von vorne herein als zum Scheitern verurteilt erklärt, wirkt kaum hilfreich).
Mit unserem Heft werden sich nicht gleich alle Trends umkehren, doch können unsere Beiträge auch da, wo Widerspruch vorprogrammiert ist, helfen den Horizont zu öffnen.

Inhalt

Inhalt

Editorial

AKTUELLES

Andrea Nahles Denken und Handeln für den Menschen. Rede zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Schwerpunkt: SPD in der Existenzkrise: Zwischen Regierung und Erneuerung

Dietmar Süß „Krise“ als Lebenselixier – eine kleine Geschichte sozialdemokratischer Sinnsuche

Hans-Joachim Schabedoth Was lehrt die zweite große Koalition mit Angela Merkel für die weniger große dritte?

Klaus Faber Nach der Bildung der Koalition von SPD und Union: Perspektiven und Probleme für die SPD-Entwicklung

Stefan Grönebaum Der aufhaltsame Niedergang der SPD als Teil des Verfalls der europäischen Sozialdemokratie

Edgar Eineman: SPD 2018: Das Grunddilemma und die Perspektive

Stephan Klecha Thesen zur Krise der Sozialdemokratie

Max Reinhardt Vergleichende, multidimensionale Sozialgeschichte als Beitrag zur Wähler- und Parteienforschung: Naturgegebener Niedergang der SPD oder politischer Repräsentationsverlust von Arbeitnehmern?

Ulrich Heyder Kernpunkte gesellschaftlicher Reformpolitik in einer globalen Welt

Hermann Adam Sozialdemokratische Wirtschaftspolitik im Zeitalter der Globalsierung

Horst Heimann: „Erneuerung der SPD!“ Soziale Gerechtigkeit oder neoliberale Agendapolitik?

Thomas Weber Thesen zur globalen Nachhaltigkeit – Die Transformationsaufgabe als Perspektive sozialdemokratischer Politik

Beiträge und Diskussionen

Richard Saage Utopie und Utopieforschung. Anatomie eines Forschungsdesigns

Martin Redlich Die Krise(n) der Ukraine – Über die fehlende Trennung von Politik und Wirtschaft

 

Hochschulperspektiven

Ralf Ludwig Promotionsrecht für Fachhochschulen: Der falsche Weg!

Robert Liniek 30 Jahre nach Tian‘anmen: Studierende in China zwischen Hoffnung und Bevormundung

Junge Perspektiven

Hendrik Küpper Der utopische Mangel der heutigen Sozialdemokratie. Junge Perspektiven zwischen Krise, Regierung und Erneuerung

Interview mit Albrecht von Lucke «Die deutsche Sozialdemokratie muss endlich ihre dramatische Lage begreifen»

Mark Fischer Utopie und politisches Bewusstsein

Dorian Baganz Radikal oder tot: Die SPD am Abgrund

Wiebke Esdar u.a. Die SPD – linke Volkspartei im 21. Jahrhundert

Jöran Klatt Die Wiederkehr der Bildungskatastrophe? – Über das anachronistische Bildungsnarrativ der Sozialdemokratie im Zeitalter der Digitalisierung.

Armin Alizadeh Sozialdemokratische Bildungspolitik im 21. Jahrhundert – Auf der Suche nach einem Weg aus einer Sackgasse

Jacqueline Dejosez «Steter Tropfen höhlt den Stein» oder: Das hochschulpolitische Versagen der SPD

Carsten Schwäbe #SPDerneuern heißt ihre neoliberale Vergangenheit zu bewältigen

Johannes Heinen Die ökonomische und intellektuelle Krise der SPD – es ist Zeit, um die Sozialdemokratie zu kämpfen

Moritz Rudolph Deutschland, Europa und die Frage, wer hier das Opfer ist

Rezensionen

Aleksandra Petković Rezension zu: Julia Korbik: Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten

Mark Fischer Rezension zu: Oliver Schlaudt: Die politischen Zahlen. Über Quantifizierung im Neoliberalismus

Hendrik Küpper Rezension zu: Andreas Nölke: Linkspopulär. Vorwärts Handeln statt Rückwärts denken

Hagen Weiler Rezension zu: Jochen Dahm, Thomas Hartmann, Max Ostermeyer (Hg.): Gleichheit!

Klaus-Jürgen Scherer Vom Schreitisch geräumt … Rezensionen zu: Thilo Scholle, Nikolas Dörr, Heidemarie Wieczorek-Zeul

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