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96 Seiten, 135 x 210 mm, farb. Abb. Jetzt vorbestellen
ersch. 1. Aufl., , September 2026 12,– € Vorbestellung möglichISBN 978-3-7410-0313-4 |
Wenn Normalität bricht
Eine Streitschrift über das andere Leben
Ein Kind wächst auf und erlebt seine Lebensumstände als selbstverständlich. Doch wie können Erwachsene diese «Normalität» hinterfragen und mündig werden, wenn sie doch längst durch Erziehung zutiefst geprägt sind? Woher kommt die Kraft, anders zu leben, als Herkunft, Familie, Milieu oder Klasse es nahelegen?
Simon Obenhuber hinterfragt den Begriff der Emanzipation und füllt ihn neu: nicht als bloße Befreiung von äußeren Zwängen, sondern als «rekonstruktive Aufmerksamkeit» für jene Normalitäten, durch die Menschen geworden sind, wer sie sind. Er spürt den Rissen im Selbstverständlichen nach und zeigt wie in ihnen die Möglichkeit eines anderen Lebens aufscheinen kann.
Dieses Buch lädt dazu ein, den Rissen im Alltag nachzugehen — und zu fragen, welcher Bewegung das eigene Leben folgt.
Der Anhang verdichtet die theoretischen Grundlagen des Buches. Er führt zentrale Begriffe wie Normalität, Habitus und Emanzipation zusammen — und macht sichtbar, wie aus Brüchen eine andere Bewegung des Lebens entstehen kann.

