Die «filmende Bäckersfrau» Elisabeth Wilms
Alexander Stark

Marburger Schriften zur Medienforschung [92]

444 Seiten, 148 x 210 mm, Auch als OA-Publikation unten auf diese Seite downloadbar
1. Auflage, Januar 2023
48,– €
ISBN 978-3-7410-0421-6
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Die «filmende Bäckersfrau» Elisabeth Wilms

Amateurfilmpraktiken und Gebrauchsfilmkultur

Anfang der 1940er-Jahre entdeckte die Dortmunderin Elisabeth Wilms (1905–1981) ihre Leidenschaft für das Filmen. Was als Hobby begann, entwickelte sich nach dem Ende des Krieges schnell zu einem einträglichen Geschäft an der Schnittstelle von Amateur- und Gebrauchsfilm: In gut vierzig Jahren produzierte sie etwa einhundert Filme, davon rund sechzig Auftragsfilme unter anderem für karitative Organisationen, im Ruhrgebiet ansässige Industrieunternehmen und die Stadt Dortmund.
Ihre Produktionen füllten keine Kinosäle, vielmehr kamen sie im Kontext des „non-theatrical film“ außerhalb des kommerziellen Kinos zu unterschiedlichsten Zwecken zur Aufführung. Wilms agierte zugleich als Produzentin, Regisseurin, Kamerafrau, Cutterin und Filmvorführerin, deklarierte ihre Tätigkeit in der Öffentlichkeit jedoch beständig als „Hobby“ und wurde von der zeitgenössischen Presse auch gerne als „filmende Bäckersfrau“ tituliert.
Mit dem Fokus auf Wilms und ihr Werk verfolgt die Fallstudie einen Autorenansatz und situiert sich gleichzeitig in der Amateur- und Gebrauchsfilmforschung. Sie erweitert dabei das Verständnis von Filmgeschichte maßgeblich, indem sie erstmals eine Kartierung der (west-) deutschen Filmkultur nach 1945 außerhalb des kommerziellen Kinos in vielen Facetten am Beispiel einer Filmemacherin vornimmt. Gleichzeitig ist sie als Beitrag zur Lokalgeschichte Dortmunds zu verstehen.

Einen Eindruck vom Filmschaffen von Elisabeth Wilms vermitteln diese Filme, die man auf Youtube ansehen kann.

Download als Open Access Publikation unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz

TESTIMONIALS

„Der Text von Alexander Stark erweitert unser Wissen über die Amateurfilmpraktiken und die Gebrauchsfilmkultur außerhalb des kommerziellen Kinos. Er ist außerdem ein wichtiger Beitrag zur Stadtgeschichte Dortmunds.“
Hans Helmut Prinzler, hhprinzler.de, 26.01.2023

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