Was wäre, wenn ... im Film
Verena Schmöller

Marburger Schriften zur Medienforschung [36]

272 Seiten, 148 x 210 mm
Juni 2012
29,90 €
sofort lieferbar
ISBN 978-3-89472-771-0
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Was wäre, wenn ... im Film

Spielfilme mit alternativen Handlungsverläufen

In den vergangenen 30 Jahren sind immer mehr Filme wie Groundhog Day, Smoking/No Smoking und Lola rennt erschienen, die sich als filmische Gabelungen beschreiben lassen: Sie führen Handlungspfade vor, die sich verzweigen, indem sie die Frage nach einem „Was wäre (gewesen), wenn… ?“ durchspielen und verschiedene Möglichkeiten für eine Handlung präsentieren.
Die vorliegende Studie zeigt, dass filmische Gabelungen nicht als homogene Gruppe, sondern als heterogenes Korpus zu verstehen sind. Sie stellt sich die Frage, wie Handlungsverzweigungen im Film idealtypisch präsentiert und funktionalisiert werden und wie sie insbesondere im zeitgenössischen Film vorliegen.
Die erarbeitete Typologie filmischer Gabelungen ist damit eine Weiterführung von Bordwells „Film Futures“ (2008) und bietet ein Analysemodell, mit dessen Hilfe nicht nur die Erscheinungsformen von Forking Path-Filmen systematisch beschrieben und typologisiert werden können, sondern das sich auch auf andere (filmische) Korpora übertragen lässt.

Die Arbeit wurde mit dem Karl-Heinz-Pollok-Gedächtnispreis des ManagementConvent der Universität Passau  ausgezeichnet, der im November 2012 verliehen wird.

TESTIMONIALS

«Ein kluges, gut lesbares Werk (...). Alle Filminteressierten sollten sich dieses Buch zulegen.» ~Trendjournal

 

Inhalt

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Gegenstandsbereich

1.2 Forschungsstand

1.3 Vorgehensweise

2 Erarbeitung einer Typologie von filmischen Gabelungen

2.1 Das Modell: It's a Wonderful Life

2.2 Systematisierungskriterien zur Beschreibung von filmischen Gabelungen

2.2.1 Primäres Kriterium: Die Zuordnung der Gabelung zu den narrativen Ebenen im Film

2.2.1.1 Theoretische Grundlagen: Die narrativen Ebenen im Film

2.2.1.2 Figuren, Figurenwissen und Figurenbewusstheit

2.2.1.3 Kohärenz

2.2.1.4 Zwischenfazit

2.2.2 Sekundäres Kriterium: Die Vermittlung in filmischen Gabelungen

2.2.2.1 Theoretische Grundlagen: Die Vermittlung im Film

2.2.2.2 Gleichmäßigkeit der Informationsvermittlung

2.2.2.3 Grad der Informationsvermittlung

2.2.2.4 Grad der Selbstinszenierung der Vermittlung

2.3 Typologie von filmischen Gabelungen

3 Typen filmischer Gabelungen

3.1 Erster Typus: Gabelungen innerhalb des filmischen Universums

3.1.1 Reisen in parallele Welten: The Family Man

3.1.2 Zeitsprünge: The Man With Rain in His Shoes

3.1.3 Zeitreisen: Die Back to the Future-Trilogie

3.1.4 Zeitschleifen: Groundhog Day

3.1.5 Merkmale und Funktionen des ersten Typus: Filmische Gabelungen als Lernprozess

3.2 Zweiter Typus: Gabelungen auf der Ebene der Vermittlung

3.2.1 Erzählte Alternativen: Melinda and Melinda

3.2.2 Präsentierte Alternativen: Morir (o No) und Smoking/No Smoking

3.2.3 Merkmale und Funktionen des zweiten Typus: Filmische Gabelungen als (spielerischer) Vergleich

3.3 Dritter Typus: Gabelungen zwischen den Ebenen

3.3.1 Resets: Lola rennt und Przypadek

3.3.2 Spaltungen: Sliding Doors

Inhalt und Verlauf von Sliding Doors

Vergleich der Versionen: Spaltung und Zusammenführung der beiden Handlungsstränge

3.3.3 Merkmale und Funktionen des dritten Typus: Filmische Gabelungen zwischen Lernprozess und Vergleich

4 Schlussbetrachtungen

 

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