Film im Transferprozess [MSM 58]
Thomas Bräutigam, Nils Daniel Peiler

Marburger Schriften zur Medienforschung [58]

300 Seiten, 145 x 208 mm, Paperback
September 2015
Buch 24,90 € / E-Book 19,99 €
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ISBN 978-3-89472-926-4
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Film im Transferprozess [MSM 58]

Transdisziplinäre Studien zur Filmsynchronisation

Original- oder Synchronfassung? Das Publikum hierzulande konsumiert Filme lieber auf Deutsch. Den massenhaft rezipierten Synchronfassungen steht freilich ein ebenso großes Forschungsdefizit gegenüber. Obwohl Film-, Medien- und Kommunikationswissenschaft längst international und transkulturell ausgerichtet sind, gerät jene Instanz, die zwischen Ausgangs- und Zielkulturen vermittelt, reguliert und adaptiert nur selten in ihr Visier. Synchronisationen beeinflussen durch ihr hohes Variations- und Manipulationspotential den interkulturellen Transfer von Filmen jedoch entscheidend. Medienkompetenz setzt daher auch Synchronkompetenz voraus.

Gegen die voreilige Disqualifizierung als «Verfälschung» oder «Verhunzung» ist eine faktenbasierte nüchtern-sachliche Analyse ins Feld zu führen. Erkenntnisfördernd ist eine transdisziplinäre Herangehensweise, da sich die Probleme audiovisueller Übersetzung nur schwer in traditionelle wissenschaftliche Disziplinen integrieren lassen und nur die Kombination von Wissenschaft und Praxis für eine sachgerechte Beurteilung zielführend ist.

Neben einer allgemeinen Einführung in die Problemfelder des Sprach- und Stimmenaustauschs informieren die Beiträge dieses Sammelbands u. a. über die einzelnen Arbeitsschritte des Synchronisationsvorgangs und über linguistische Aspekte der Dialogübersetzung. Sie widmen sich der Synchronisation einzelner Filme und Serien und gehen Fragen zur Rolle der Synchronisation bei der Alteritätserfahrung ebenso nach wie zu ihrer Funktion bei der Konstituierung nationaler Images.

TESTIMONIALS

«[D]as Buch ist [...] eine gelungene Sammlung von Aufsätzen, die verschiedene Facetten beleuchten ...
Gut, dass dieser Band zu[r] [...] bisher stiefmütterlichen Erforschung [der Synchronisation] beiträgt.»
(Tobias Kessler, SAARBRÜCKER ZEITUNG, Nr. 63, 15. März 2016)

«Es ist das Verdienst dieses Buches, die Synchronisation […] als einen Weg der Bereicherung und Zugänglichmachung offen anzugehen und […] in 13 Stücke zu zerschlagen, […] um so eine Vielzahl von Aspekten zu thematisieren.»
(Cornelia Klauß, KINEMA KOMMUNAL, 04/2015)

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