Klassiker des tschechischen und slowakischen Films
Nicole Kandioler (Hg.), Christer Petersen (Hg.), Anke Steinborn (Hg.)

Klassiker des osteuropäischen Films [2]

224 Seiten, Paperback
Juli 2018
12,90 €
sofort lieferbar
ISBN 978-3-89472-845-8
In den Warenkorb

Klassiker des tschechischen und slowakischen Films

Klassiker des osteuropäischen Films [2]

KLASSIKER des osteuropäischen Films
Filme sind kulturelle Artefakte, deren Bilder und Geschichten stets auch einen Einblick in die Kultur und Gesellschaft einer Nation eröffnen. Ziel dieser Reihe ist es daher, die Filmproduktion der osteuropäischen Länder und Nationen sowie deren wechselhafte Geschichte einem deutschsprachigen Publikum anhand ihrer Filmklassiker erstmals umfassend näherzubringen. Die Bände adressieren neben einem Fachpublikum ein breites Publikum, das sich mit dem osteuropäischen Kino in seiner ganzen Vielfalt vertraut machen möchte.

KLASSIKER des tschechischen und slowakischen Films
In die Geschichte des europäischen Films schrieb sich der tschechoslowakische Film mit der Nová Vlna ein, mit jener Neuen Welle der 1960er-Jahre, die eng mit Namen wie Miloš Forman, Jiří Menzel oder Věra Chytilová verbunden ist. Über diesen Kanon hinaus stellt der Band die wichtigsten tschechischen und slowakischen Filme seit 1930 vor: 25 Filme, die in ihrer Ästhetik und ihrem Sujet einen Eindruck davon geben, wie vielfältig sich eine tschechische, slowakische und tschechoslowakische Nation in ihren Filmproduktionen bis heute immer wieder neu beschreibt.


Besprochene Filme:

Ekstaza / Extase (ČS /A 1932, Gustav Machatý) | Hej-ruP! / Heave Ho! (ČS 1934, Martin Frič) | U Pokladny stál... / er stand an der kasse (ČS 1937, Karel Lamáč) | Daleká Cesta / Die lange Reise (ČSSR 1948, Alfréd Radok) | Vynález zkázy / Die Erfindung des Verderbens (ČSSR 1958, Karel Zeman)- Až Přijde kocour / Wenn der Kater kommt (ČSSR 1963, Vojtěch Jasný) | Postava k PodPírání / Josef Kilian (ČSSR 1963, Pavel Juráček, Jan Schmidt) | Limonaden-Joe / Limonádový Joe aneb Koňská opera (ČSSR 1964, Oldřich Lipský) | O slavnosti a Hostech / Vom Fest und seinen Gästen (CSSR 1966, Jan Nemec) | Ostře sledované vlaky / Liebe nach Fahrplan (ČSSR 1966, Jiří Menzel) | Marketa Lazarova (1967, Vlacil) | Sedmikrásky / Tausendschönchen (ČSSR 1967, Věra Chytilová) | Hoří, má panenko / Der Feuerwehrball (ČSSR 1967, Miloš Forman) | Spalovac Mrtvol / Der Leichenverbrenner (ČSSR 1968, Juraj Herz) Ucho / Das Ohr (ČSSR 1969, Karel Kachyňa) | Valerie a týden divů / Valerie – eine Woche voller Wunder (ČSSR 1970, Jaromil Jireš) | Obrazy starého sveta (Bilder einer alten Welt, 1972, Hanák) | Tři oříŠky pro Popelku / Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (ČSSR/DDR 1973, Václav Vorlíček) | Něco z Alenky / Alice (ČSSR 1988, Jan Švankmajer) | Návrat Idiota / Die Rückkehr des Idioten (ČR 1995, Saša Gedeon) Zahrada / Der Garten (SLO 1995, Martin Šulík) | Kolya / Kolja (ČR 1996, Jan Svěrák) Stestí / Die Jahreszeit des Glücks (2005) Bohdan Sláma, | Die Karamazows / Karamazovi (Zelenka, 2008) Až do města AŠ / Made in Ash (ČR/SLO 2012, Iveta Grófová)

 

Lesen hierzu unseren Blog-Beitrag
Tschechische Filmklassiker >>

 

TESTIMONIALS

Dem Begriff des „Filmklassikers“ näherten sich die HerausgeberInnen auf eine ganz individuelle Weise, indem sie „Klassiker“ als Filme definieren, „in denen filmästhetisch und gesellschaftlich relevante Themen benannt und medial verbreitet werden“, und die „den filmischen Diskurs nachhaltig prägten“.  So spüren sie sowohl solchen Werken nach, die das Potenzial der ästhetischen oder gesellschaftlichen Relevanz hatten, als auch solchen, die den Filmdiskurs tatsächlich beeinflusst haben. Damit entgehen sie auf der einen Seite der Versuchung, vergessene „Perlen“ der Filmgeschichte zu suchen, die kaum nachvollziehbare Kriterien des Konzepts von „Klassikern“ erfüllen, auf der anderen Seite distanzieren sie sich von Filmen, die eher zufällig eine breitere Reaktion hervorriefen, und nicht deshalb, weil sie ein gesellschaftlich bedeutsames Thema berührten. Auf diese Weise bieten die HerausgeberInnen ein erfrischendes Verständnis des Begriffs des „Klassikers“ und erlauben eine sinnvolle (Re-)Definition des Kanons der nationalen Filmgeschichte. Abgesehen von partiellen Vorbehalten leistet diese Publikation also einen anregenden und lesenswerten Beitrag zur Debatte darüber, wie solche Einblicke in die nationalen Filmhistoriografien zu konzipieren sind.
Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder, 59 (2019)
* Alle Preise inkl. MwSt. ggfls. zzgl. Versandkosten