Fantasie und Arbeit
Iris Gusner, Helke Sander
204 Seiten, 125 x 180 mm
August 2009
19,90 €
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ISBN 978-3-89472-692-8
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Fantasie und Arbeit

Biografische Zwiesprache

Iris Gusner und Helke Sander verbindet einiges: Beruf, Engagement, Erfahrungen. Getrennt hat sie viele Jahre lang die Mauer zwischen Ost und West.

Dieses Buch ist ihre gemeinsame Arbeit.

Die Betonung liegt für beide Autorinnen dabei auf „gemeinsam". Sie haben sich aufeinander eingelassen und Konkurrenzschranken gar nicht erst aufkommen lassen. Ausgangspunkt war das Bedürfnis nach Orientierung und die Frage danach, wie man die eigenen Lebensgeschichten, die von Zeitgenossen und Wegbegleitern, wie u.a. von Michael Iljitsch Romm , Peter Weiss und Joan Littlewood als Lernprozess und als Gefühl vermitteln kann. Es geht hier um den Dialog zweier Frauen, die einen Großteil ihres Lebens in zwei Teilen eines Landes, in Deutschland Ost und West, verbracht, beide aber auch lange in anderen Sprachen und Ländern gelebt haben und außerdem in frühen Jahren Kinder bekommen haben, für die sie selbst verantwortlich waren. Diese Gleichzeitigkeit, sich in einem in den frühen sechziger Jahren für Frauen praktisch unüblichen Beruf durchsetzen zu wollen und für die Kinder sorgen zu müssen, bestimmte die Praxis, Winkelzüge und allmählich auch die Thematik ihrer Filme, die das allgemein „Verfilmbare" erweiterten.

Iris Gusner studierte von 1960 bis 1967 an der Filmhochschule Moskau /WGIK/ Regie und bekam ihre beiden Töchter während des Studiums. Sie arbeitete im DEFA-Spielfilmstudio als Regisseurin - als eine unter wenigen Frauen - und verließ im Sommer 1989 die DDR .

Helke Sander wurde in Berlin geboren. Nach der Schauspielschule 1959 Heirat und Kind in Finnland, ab 1962 erste Theaterregiearbeiten, Happenings, reisende Regisseurin an finnischen Arbeitertheatern, Inszenierungen in Helsinki für Theater und Fernsehen. Rückkehr in die BRD, Studium an der deutschen Film-und Fernsehakademie in Berlin, Mitbegründerin des Aktionsrats zur Befreiung der Frauen 1968.

Die Filmregisseurinnen Iris Gusner und Helke Sander verbindet einiges: Beruf, Engagement, Erfahrungen. Getrennt hat sie viele Jahre lang die Mauer zwischen Ost und West.

In diesem spannend zu lesenden Rückblick auf die private aber auch öffentliche Geschichte eröffnen sich überraschende und bewegende Einblicke.

TESTIMONIALS

"Endlich ist es da – das Buch, das sich heraushebt aus der Flut der Veröffentlichungen im Jahre 20 nach dem Mauerfall! Endlich geht es einmal um Verbindendes, nicht um Trennendes. (...) In diesem Buch wird ein Stück deutsche Geschichte lebendig, auch für die nach der Wende Geborenen."

Neue Rheinische Zeitung

"... ein ganz besonderes Buch, weil es deutsche Filmgeschichte in der konkretesten und differenziertesten Form darstellt, als Lebensbericht zweier Künstlerinnen, die viel erreicht haben und zu wenig gewürdigt wurden." Hans Helmut Prinzler

„Ich bin froh, dass es dieses Buch gibt!" Argument

„eine Chronik [zweier] Lebensläufe, in jeweils sehr persönlicher Sprache formuliert und wie im Dialog aufeinander bezogen. Das Buch (...) führt anhand persönlicher Erlebnisse und äußerst anschaulicher Schilderungen der Zeitumstände in das geteilte Deutschland zurück. Man erfährt nicht nur Interessantes über die unterschiedlichen Bedingungen künstlerischer Arbeit der Frauen in der DDR und der BRD, auch das heute gern propagierte Klischee der perfekten ‚Ost-Frau' bekommt einige Kratzer." DeutschlandRadio

„... ein zeitgeschichtliches Dokument, eine Schatzkiste von Geschichten, ein Ost-West-Buch ganz anderer Art." EKZ

„Ein Stück Geschichte wird lebendig. (...) Die Deutsche Kinemathek hat das Buch im August 2009 zum Buch des Montas erklärt. Es ist (nicht nur) für junge und alte Feministinnen ein lesenswertes Buch" FES Archiv für Sozialgeschichte

Leseproben & Dokumente

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