Friktionen des Terrors
Tullio Richter-Hansen

Marburger Schriften zur Medienforschung [74]

320 Seiten, zahlr. tw. farb. Abb.
September 2017
29,90 €
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ISBN 978-3-89472-956-1
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Friktionen des Terrors

Ästhetik und Politik des US-Kinos nach 9/11

IIn Erweiterung des 9/11- und Anti-Terrorismus-Diskurses untersucht diese filmwissenschaftliche Studie die Inszenierung, Produktion und Rezeption des US-Spielfilms im Jahrzehnt nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001. Mit der Dekonstruktion medialer Darstellungen von ‹Terror› wird gleichzeitig eine grundsätzliche Theorie zur Relation von Kino und Zeitgeschichte entwickelt.

Exemplarische Analysen widmen sich den entscheidenden Filmen der Ära, darunter The Siege, United 93, The Hurt Locker, Redacted und Zero Dark Thirty. In den Mittelpunkt geraten dabei etwa retroaktive Umdeutungen früherer Filme, fragmentarische Überrepräsentationen der Katastrophe, sinnstiftende Körperinszenierungen, performative Rahmungen als Kriegskritik, geschichtspolitische Affizierungen des Publikums sowie die multidimensionale Tongestaltung der filmischen Epoche.

Die Studie resümiert, dass die wesentliche Wirkungsweise und Diskursrelevanz der analysierten Filme gerade im Zusammenhang zwischen deren Repräsentativität und Konstruktivität begründet liegt. Entsprechend dem physikalischen Phänomen der Friktion, erklärt das ästhetisch-diskursive Aneinanderreiben der gegenläufigen Darstellungsmodi sowohl die Komplexität als auch die Kontroversität des Kinos der Post-9/11-Ära.

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