«Und wenn einer umfällt und nicht gleich wieder aufsteht, so kann uns das gleich sein»
Dieter Vaupel

Mit einem Vorwort von Edgar Franke

282 Seiten, einige Abb.
1. Auflage, Juli 2021
28,– €
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ISBN 978-3-7410-0276-2
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«Und wenn einer umfällt und nicht gleich wieder aufsteht, so kann uns das gleich sein»

Theobald Fenner und das Pogrom vom September 1935 in Spangenberg

Dies ist ein Buch über einen Täter.
Es geht um Theobald Fenner, NSDAP-Ortsgruppenleiter und Bürgermeister in der Kleinstadt Spangenberg während zwölf Jahren Nazidiktatur.
Bürgermeister Fenner war ein Antisemit und ein fanatischer Nationalsozialist, aber er war kein Mörder oder gar Massenmörder, auch niemand, der an der Organisation des Massen­mordes an den Juden direkt beteiligt war. Fenner agierte nicht auf Reichsebene, er hatte kein hohes Amt in der NS-Hierarchie inne. Er war wie viele andere ein kleines Rädchen in der national­sozialistischen Bürokratie – aber eines, das im Sinne dieser Ideologie hervorragend funktionierte.
Ohne Männer wie ihn wäre der Holocaust – die Ermordung von sechs Millionen Juden – nicht möglich gewesen. Wie Fenner auf lokaler Ebene nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen seine politischen Gegner vorging, das zeigt dieses Buch.
Für seine Taten ist Theobald Fenner nie wirklich zur Rechenschaft gezogen worden, denn er entzog sich bei Kriegsende durch Flucht zunächst seiner Verantwortung.

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